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CNC-Teile

Konstruktions-, Fertigungs- und Einsatzaspekte

  • · Wichtige Konstruktionsaspekte (DFM-Richtlinien)

    Inneneckradius: Legen Sie einen angemessenen Inneneckradius fest (mindestens 1/3 der Kavitätstiefe), um ihn an Standardwerkzeugdurchmesser anzupassen, scharfe Innenecken zu vermeiden, die nicht fräsen lassen, und den Werkzeugverschleiß zu reduzieren.

    Bohrungsdesign-Einschränkungen: Begrenzen Sie das Tiefe-zu-Durchmesser-Verhältnis bei Tiefbohrungen für die allgemeine Bearbeitung auf maximal 3:1; vermeiden Sie übermäßig kleine Bohrungen, da diese die Bearbeitung erschweren und das Risiko von Werkzeugbrüchen erhöhen.

    Wandstärkendesign: Halten Sie eine gleichmäßige Wandstärke ein und vermeiden Sie übermäßig dünne Strukturen; die empfohlene Mindestwandstärke für gängige Metalle beträgt je nach Materialeigenschaften 0,5–1 mm, um Verformungen während der Bearbeitung zu verhindern.

    Angemessene Toleranzvergabe: Weisen Sie nur kritischen Funktionsflächen eng tolerierte Maße zu; unnötig eng tolerierte Maße erhöhen signifikant die Produktionskosten und die Ausschussrate.

    Datum- und Spannvorhalte: Einheitliche Positionierungsdaten und reservierte Spannmargen für eine stabile Positionierung und zur Reduzierung kumulativer Fehler durch mehrfache Aufspannungen.

    Materialauswahl: Auswahl von Werkstoffen, die sowohl den Anforderungen an die Leistung als auch der Bearbeitbarkeit entsprechen; bevorzugte Verwendung gängiger Standardwerkstoffe zur Senkung der Materialkosten und der Lieferzeiten.

  • · Kontrollpunkte im Produktionsprozess

    Werkzeug- und Parameteroptimierung: Auswahl geeigneter Schneidwerkzeuge (z. B. Hartmetall-, beschichtete Werkzeuge, CBN) und Schnittparameter entsprechend dem Werkstückwerkstoff und den Genauigkeitsanforderungen sowie ausreichende Kühlung und Schmierung zur Verlängerung der Werkzeuglebensdauer.

    Steuerung der Spannsteifigkeit: Gewährleistung einer stabilen Werkstückspannung mit ausreichender Stützung; Einsatz spezieller Spannvorrichtungen für dünnwandige Teile zur Reduzierung von Schwingungen, Rattern und Bearbeitungsverformungen.

    Kompensation thermischer Verformung: Steuerung der Umgebungstemperatur und des Schnittwärmeinflusses für hochpräzise Bauteile sowie Anwendung von Temperaturkompensationsmaßnahmen, um dimensionsbezogene Abweichungen durch thermische Ausdehnung zu vermeiden.

    Trennung von Schruppen und Schlichten: Trennung der Schrupp- und Schlichtprozesse mit einer Spannungsrelaxationsbehandlung dazwischen für hochpräzise Bauteile, um innere Restspannungen abzubauen und die Verformung nach der Bearbeitung zu reduzieren.

    Qualitätskontrolle während der Fertigung: Durchführung von Maßkontrollen an entscheidenden Prozessstellen; Einsatz einer Koordinatenmessmaschine (CMM) zur Überprüfung komplexer geometrischer Form- und Lageabweichungen.

    Zugestand für Oberflächenbehandlungen: Einhalten eines angemessenen Bearbeitungszugestandes für nachfolgende Oberflächenbehandlungen (Anodisierung, Galvanik, Passivierung, Beschichtung), um ein Überschreiten der zulässigen Endmaßtoleranzen zu vermeiden.

  • · Auswahl und Anwendungshinweise

    Wählen Sie das geeignete Bearbeitungsverfahren entsprechend der Teilgeometrie, den Genauigkeitsanforderungen und der Losgröße aus: 3-Achsen-Fräsen für einfache prismatische Teile, 5-Achsen-Fräsen für komplexe gekrümmte Flächen und Drehen für rotationssymmetrische Teile.

    Gleichen Sie Genauigkeitsanforderungen und Fertigungskosten aus. Übermäßig hohe Anforderungen an Genauigkeit und Oberflächenqualität erhöhen die Bearbeitungszeit und die Kosten erheblich.

    Ordnen Sie Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung und mechanische Bearbeitung korrekt in der Reihenfolge an. Beispielsweise sollte die Härtebehandlung vor dem Endschleifen erfolgen, und Beschichtungen sollten nach der endgültigen Bearbeitung mit entsprechendem Bearbeitungszugang vorgenommen werden.

    Bei Serienfertigung überprüfen Sie zunächst die Prozessstabilität mittels einer Vorserienfertigung; bei Kleinserien-Prototypen priorisieren Sie Flexibilität des Fertigungsprozesses, um die Durchlaufzeit zu verkürzen.

    Vermeiden Sie unnötige, nichtstandardmäßige Sondermerkmale, da diese die Werkzeugkosten und die Bearbeitungszykluszeit erhöhen.

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