
| Grundlagen | |
|---|---|
| AKTIVE WINDUNGEN | Diejenigen Windungen, die sich unter Last frei verformen können. |
| Freie Länge | Die Gesamtlänge einer Feder in unbelastetem Zustand. |
| FESTE HÖHE (GESCHLOSSENE LÄNGE) | Höhe einer Druckfeder bei ausreichender Belastung, sodass alle Windungen mit den benachbarten Windungen in Kontakt treten. |
| Pitch | Der Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt des Drahts in benachbarten aktiven Windungen. |
| MITTLERER WINDUNGSDURCHMESSER | Außendurchmesser der Feder minus einem Drahtdurchmesser. |
| Enden | Die Gestaltung der Endwindungen einer Feder (siehe unten stehende Typen). |
| HÄKEN / SCHLEIFEN | Offene Schleifen oder Enden von Zugfedern zur Befestigung und Kraftübertragung. |
| ANFANGSSPANNUNG | Die Kraft, die die Windungen einer Zugfeder geschlossen hält und überwunden werden muss, bevor die Windungen sich zu öffnen beginnen. |
| Last | Die Kraft, die auf eine Feder ausgeübt wird und eine Verformung bewirkt. |
| Ablenkung | Die Bewegung der Federenden oder -arme bei Aufbringen oder Entfernen einer äußeren Last. |
| Helix | Die spiralförmige Gestalt (offen oder geschlossen) von Druck-, Zug- und Drehfedern. |
| GESAMTZAHL DER WINDUNGEN | Die Anzahl der aktiven Windungen zuzüglich der Windungen, die die Enden bilden. |
| AKTIVE WINDUNGEN (n) | Die Anzahl der Windungen, die tatsächlich durchbiegen und Energie speichern. |
| FEDERINDEX (C) | Das Verhältnis des mittleren Windungsdurchmessers (D) zum Drahtdurchmesser (d). C = D / d |
| SCHLANKHEITSVERHÄLTNIS (L/D) | Das Verhältnis der Federlänge (L) zum mittleren Windungsdurchmesser (D). |
| ENDAUSFÜHRUNGEN (DRUCKFEDERN) |
Offene Enden, nicht geschliffen |
| LEISTUNG UND EIGENSCHAFTEN | |
|---|---|
| FEDERRATE | Laständerung pro Einheit der Durchbiegung. Üblicherweise ausgedrückt in Pfund pro Zoll. |
| Elastische Grenze | Maximalspannung, der ein Werkstoff ausgesetzt werden kann, ohne eine bleibende Verformung hervorzurufen. |
| ERSCHÖPFUNGSGRENZE | Maximalspannung, bei der ein Werkstoff für eine gegebene Mindestspannung unbegrenzt lang ohne Versagen betrieben werden kann. |
| FREQUENZ (EIGENFREQUENZ) | Niedrigste natürliche Frequenz der freien Schwingung einer Feder selbst (üblicherweise in Schwingungen pro Sekunde) mit eingeschränkten Enden. |
| Hysterese | Der mechanische Energieverlust, der bei zyklischer Belastung und Entlastung stets auftritt und proportional zur Fläche zwischen den Last-Weg-Kurven bei Belastung und Entlastung innerhalb des elastischen Bereichs ist. |
| Spannungsbereich | Die Differenz der Betriebsspannungen bei minimaler und maximaler Last. |
| Drehmoment | Eine Verdrehwirkung bei Torsionsfedern, die eine Rotation hervorzurufen tendiert und gleich dem Produkt aus Last und Abstand (bzw. Hebelarm) von der Last bis zur Federachse ist. |
| Schubmodul (G) | Steifigkeitskoeffizient für Zug- und Druckfedern. |
| E-Modul (Zug- oder Biegemodul) (E) | Steifigkeitskoeffizient für Torsions- und Flachfedern (Youngscher Modul). |
| Material und Verfahren | |
|---|---|
| Heizeinstellung | Einrichten einer Feder bei erhöhter Temperatur, um den Lastverlust bei Betriebstemperatur zu minimieren. |
| Shot Peening | Ein Kaltverfestigungsverfahren, bei dem die Werkstoffoberfläche durch Kugelstrahlen (Peenen) behandelt wird, um Druckspannungen einzuleiten und dadurch die Ermüdungslebensdauer zu verbessern. |
| Spannungsabbau | Entspannung von Federn durch Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur, um Restspannungen abzubauen. |
| Restspannungen | Spannungen, die durch Set-Entfernung, Kugelstrahlen, Kaltverformung, Umformen oder andere Verfahren hervorgerufen werden. |
| Passivierung | Säurebehandlung von Edelstahl zur Entfernung von Verunreinigungen und zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit. |
| Wasserstoffversprödung | Wasserstoff, der bei der Galvanisierung oder Beizung von Kohlenstoffstählen in das Federmaterial eindringt und dieses spröde sowie bruchanfällig macht – insbesondere unter Dauerlast. |
Set
Längenverlust im Betrieb aufgrund der hohen Spannungsbeanspruchung der Feder.
VORVERDICHTUNG (SET-ENTFERNUNG)
Vollständige Verdichtung einer Feder bis zum Berührungsstand („solid“) durch den Hersteller, falls erforderlich, um Längenverlust im Betrieb zu verhindern.
SEITLICHE GERADEAUSRICHTUNG DER ENDSCHNITTE
Winkelfehler zwischen der Achse einer Druckfeder und einer Senkrechten zur Ebene der Federenden.
Dauerhafte Verformung
Ein Material, das nach Entlastung nicht in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt, hat eine „dauerhafte Verformung“ erfahren.
Winkelbeziehung der Federenden
Die relative Lage der Ebenen der Haken oder Schleifen von Zugfedern zueinander.
Rechtwinkligkeit unter Last
Entspricht der Rechtwinkligkeit der Federenden, jedoch mit der Feder unter Last.
Hinweis: Die Terminologiedefinitionen folgen den empfohlenen branchenüblichen Praktiken für Federkonstruktion und -fertigung.