Drehfedern sind eine Untergruppe der Schraubenfedern, die über Dreharme ein Drehmoment übertragen und elastische potenzielle Energie durch Biegeverformung der Windungen speichern. Die wichtigsten Klassifikationen lauten wie folgt:
Die einfachste und universellste Bauform, bestehend aus einem einzigen Satz Schraubenwindungen und zwei Dreharmen. Sie zeichnen sich durch eine einfache Konstruktion und geringe Herstellungskosten aus und eignen sich für Anwendungen mit konventionellem Drehmoment und kleinem Verdrehwinkel, wie z. B. gewöhnliche Klammern, kleine Scharniere und Klappmechanismen.
Bestehend aus zwei Sätzen von Schraubenfederwicklungen, unterteilt in Doppel-Drehfedern mit gleichsinniger und entgegengesetzter Windungsrichtung. Doppel-Drehfedern mit entgegengesetzter Windungsrichtung können seitliche Kräfte kompensieren, eine symmetrische Spannungsverteilung und einen stabilen Betrieb gewährleisten sowie ein höheres Drehmoment liefern. Sie werden häufig in Anwendungen mit hohen Anforderungen an das Drehmomentgleichgewicht eingesetzt, beispielsweise bei Sitzverstellungen, großen industriellen Haltevorrichtungen und schwerlastfähigen Scharnieren.
o Gerader Arm: Die Dreharme verlaufen linear, weisen die geringste Bearbeitungsschwierigkeit auf und eignen sich für die Montage in Nuten oder durch Aufstecken.
o Gebogener Arm: Die Armenden weisen standardmäßige 90°- bzw. 180°-Krümmungen auf, ermöglichen eine präzise Positionierung und eine bequeme Montage und stellen somit den am weitesten verbreiteten Typ dar.
o Hakenförmiger Arm: Die Armenden sind als Hakenstrukturen ausgeführt, geeignet für die Aufhängemontage und erfüllen sowohl Dreh- als auch geringfügige Zuganforderungen.
o Spezielle Armform: Individuell angepasste Biegewinkel und -formen werden entsprechend des verfügbaren Einbauraums konstruiert, speziell für schmale Einbaupositionen von nicht standardisierten Geräten.
Umfassen kundenspezifische Ausführungen wie Torsionsfedern mit variablen Durchmessern (stufenweise veränderlicher Windungsdurchmesser, geeignet für konische Räume mit gleichmäßigerem Drehmomentverlauf) sowie mehrschichtig ineinander geschachtelte Torsionsfedern (zur Erhöhung des Drehmoments bei begrenztem axialen Bauraum).